Aktuelles


17. Mai 2019 - Seltener Gast auf Flachdach - In Emmen brüten Kiebitze im Industriequartier

Auf dem Dach der IT-Logistikfirma Also hat sich ein kleiner Kiebitz-Schwarm eingenistet - eine bedrohte Vogelart. Ein kleiner Schwarm Zentralschweizer Kiebitze hat sich nun ein ganz spezielles Zuhause gesucht: Das Flachdach der Firma Also in Emmen. Stephan Brenneisen ist Dozent und Leiter der Forschungsgruppe Stadtökologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

„Dass sie sich genau diesen Platz ausgesucht haben, ist schon aussergewöhnlich“.

Die Platzwahl sei darauf zurückzuführen, dass immer mehr Flächen bebaut werden. Die Kiebitze seien also wohl schon immer hier gewesen, einfach auf dem Boden. «Dann wurde gebaut - und die Tiere haben festgestellt, dass es sich auch auf dem Dach gut leben lässt», sagt Stephan Brenneisen.

Gut leben können die Kiebitze aber nur bedingt. Einerseits ist es für die Jungtiere im Frühling zum Teil noch zu kalt - anderseits sind die Futterquellen begrenzt. Brenneisen und sein Team helfen aber. Sie begrünen das Dach intensiv, um so Käfer und Würmer anzulocken: Futter für die Kiebitze.

Hilfe gibt es aber auch aus der Nachbarschaft: Rösly Wirz, eine pensionierte Emmerin, lebt in der Nähe des Daches. Und besucht, abwechselnd mit ihrer Tochter, die Vögel regelmässig. «Während der Nistzeit komme ich oft, und wenn es um's Schlüpfen geht, bin ich quasi täglich hier.» Sie sei durch die Ornithologische Gesellschaft Luzern zu dieser Aufgabe gekommen. Und ist Stephan Brenneisen behilflich bei der Dokumentation des seltenen Tieres.

 

https://www.srf.ch/news/regional/zentralschweiz/seltener-gast-auf-flachdach-in-emmen-brueten-kiebitze-im-industriequartier 


13. April 2019 - Exkursion Rüüsspitz

Leitung: Cornelis Heijman, Ursula Winklehner, Philipp Wyss

Schwarz- und Braunkehlchen, je zwei Kiebitze und Waldwasserläufer und 40 weitere Arten erfreuten die 15 Teilnehmenden, die anfangs der leichten, aber doch durchdringenden Bise zu trotzen hatten, dazu noch ein Fuchs, ein prächtiger Hase (kurz vor Ostern!) und 5 Rehe. Die Singdrossel sang, der Zilpzalp zilpte, der Buntspecht trommelte, ein vielstimmiges Frühlingskonzert stand auf dem Programm.


16. März 2019 – Exkursion Ronfeld

Leitung: Cornelis Heijman, Ursula Winklehner, Philipp Wyss

Bei strahlendem Frühlingswetter wanderte die 32-köpfige Gruppe vom Bahnhof Baldegg, wo bereits zwei Weissstörche kreisten, zum Strandbad und von dort übers Ronfeld nach Hochdorf. Besonders eindrücklich waren die drei Wasserläufer, die Bekassine, die Krick-, Schnatter- und Löffelenten, die sich in der Flutmulde tummelten. Unter den zahlreichen Greifvögeln konnten wir Rotmilane, Mäusebussarde, Turmfalken und den ersten Schwarzmilan der Saison ausmachen. Auf einem Zaunpfahl sitzend beglückte uns kurz vor Ende der Wanderung ein Schwarzkehlchen. Insgesamt zeigten sich 41 Vogelarten.


9. März 2019 – 138. Generalversammlung der OGL

Therese Molinaro durfte nur etwas mehr als 70 Vereinsmitglieder, zur Generalversammlung willkommen heissen. Es war das erste Vereinsjahr, das ohne einen Präsidenten und mit einem personell reduzierten Vorstand auskommen musste. Es war aber auch nach über 30 Jahren die erste GV, die ohne Filmbeitrag des begnadeten Tierfilmers Franz Wiederkehr stattfand. Nicht wenige der GV-Teilnehmer der letzten Jahre haben jeweils aufgrund dieser live kommentierten Filmvorführungen an der GV teilgenommen. Dies war denn auch Grund genug, Franz Wiederkehr mit der Ehrenmitgliedschaft der OGL zu danken.

Im weiteren Verlauf erläuterte Roland Lüthi ausführlich, wie sich der gegenwärtige Vorstand die weitere Vorstandsorganisation vorstellt.

Anschliessend an das Nachtessen informierte Wildbiologin Dr. Sandra Gloor in ihrem Vortrag StadtWildTiere über das Vorkommen der Wildtiere (Igel, Reh, Fuchs und Dachs) in urbaner Umgebung und ging dabei speziell auf die Situation in der Stadt Luzern ein. Mit dem stimmungsvollen Filmportrait Hirschpark Luzern 2009, für den die OGL seit Beginn des Hirschparks und bis 2009 die Verantwortung hatte, klang der Abend schliesslich aus.  


8. Februar 2019 – Wichelsee

Bei angenehmen Temperaturen fanden sich ein Dutzend Naturbegeisterte ein, um die Vogelwelt zwischen Alpnach Dorf und dem Wichelsee zu erkunden. Dabei sichteten wir Rotmilan, Mäusebussard und Turmfalke genau so wie Sumpfmeise, Wintergoldhähnchen, Wasseramsel, Reiher- und Tafelente. Ein Schwarm Krickenten entzog sich relativ rasch den neugierigen Ornithologenblicken, dafür entpuppte sich eine vermeintliche Bekassine schliesslich als Zwergschnepfe. Dies war dann auch für die allermeisten Exkursionsteilnehmer eine Erstbeobachtung.


10. November 2018 – Nuolener Ried

Nein, Cornelis Heijman und Philipp Wyss hatten nicht zu viel versprochen: Weit über 100 Brachvögel zeigten sich «grasend» oder als grössere Trupps fliegend. Kleinere Trupps gab es von Rohrammern (im ersten Winterkleid), Feldsperlingen, Feldlerchen oder Staren. Gegen Mittag löste sich der Nebel auf und das Herbstlaub leuchtete bunt in der Sonne, eine Rotdrossel präsentierte sich in bestem Licht, eine noch schwarzschnäblige Schwarzkopfmöwe hatte sich neben einer Lachmöwe niedergelassen zwecks Vergleich. Insgesamt konnten wir 49 Arten beobachten: Spiessente und 7 weitere Enten, Wasseramsel und Eisvogel. Einige unter den 27 Vögelinteressierten haben die Wasserralle gesehen, einige die zwei Bekassinen. Das Nuolener Ried ist wirklich ein lohnendes Exkursionsziel!


6. Oktober 2018 – Euro BirdWatch 2018

Bei idealen Wetterverhältnissen konnte die OGL, zusammen mit der neu gegründeten KriensNatur und unterstützt durch Stefan Werner von der Vogelwarte Sempach auf dem Sonnenberg den herbstlichen Vogelzug beobachten. Über 5000 Vögel, vom Fischadler bis zum Girlitz (total 54 Arten), konnten gezählt und bestimmt werden. 250 Personen informierten sich zudem im Verlaufe des Tages vor Ort am Infostand und liessen sich von den anwesenden Feldornithologen in die Geheimnisse des alljährlichen Vogelzuges einweihen.     


14. Juli 2018 – Auf den Spuren des Fahlseglers

Unter Leitung von Dr. Arno Schneider, in Begleitung von Roberto Lardelli, hat sich der OGL-Vorstand mitten in Locarno in die Geheimnisse der Alpenseglerkolonie des Torre del Comune, die Mauerseglerkolonie in der Chiesa San Francesco und in die Fahlseglerkolonie der Chiesa Sant'Antonio einweihen lassen. Es braucht etwas Übung um die Fahlsegler im Flug von einem Mauersegler unterscheiden zu können. Wenn sie aber nur knapp über unseren Köpfen anfliegend ihre Nistplätze an der Chiesa Sant'Antonio aufsuchen, sind sie relativ einfach zu bestimmen. Schleiereule, Schwarzmilan, Uhu, Weissstorch und Kolkrabe durften wir dann am Nachmittag, anlässlich einer Flugvorführung in der Falconeria Locarno, praktisch auf Federfühlung erleben. Ein lehrreicher Anlass, der von Bea Ess Monkewitz bis ins Detail hervorragend organisiert worden ist. (Bilderklärung: Roberto Lardelli mit einem Teil des OGL-Vorstandes unmittelbar vor den Einfluglöchern an der Nordfassade der Chiesa Sant'Antonio). 


24. Juni 2018 – Eröffnung Landschaftspark Friedental

Grosse und Kleine Luzerner waren begeistert vom neuen, öffentlich zugänglichen Landschaftspark im Friedental. Auf einer alten Güseldeponie ist eine Oase der Biodiversität entstanden, die sich in den nächsten Jahren mit Sicherheit zu einem Hotspot für Naturverbundene Stadtluzerner entwickeln wird. Am Eröffnungstag hat auch die OGL zum positiven Gelingen dieses von der Abteilung Umweltschutz Stadt Luzern organisierten Anlasses mit einem Infostand zum Thema Vögel beigetragen. Mindestens 200 Kinder haben dabei den Eisvogel über dem Reuss-Rotsee-Kanal entdeckt und dabei einiges über die Besonderheiten dieses wunderschönen Vogels und erfahren.  


20. Juni 2018 – Spezial-Höck im Hochwasserrückhaltebecken Allmend

Das 2006/07 geschaffene Hochwasserrückhaltebecken und der im Jahre 2017 im Gebiet Zielmatt freigelegte Horwer Bach war das Ziel der 16 OGL-Mitglieder, die den wunderschönen Abend für einen Abendspaziergang in der vorbildlich renaturierten Schiessanlage nutzten. Organisiert von Ursula Winklehner und fachtechnisch unterstützt durch Dr. Urs Petermann, konnte man vieles über Libellen, Tümpel, Amphibien, Pflanzen und Vögel erfahren. Ein schöner und lehrreicher Anlass.  


2. Juni 2018 – Der riskante Marsch der Gänsesäger

In diesen Tagen versuchen mehrere Jungvögel, von den Brutplätzen bei der Museggmauer zur Reuss zu gelangen. Dr. Urs Petermann gibt Auskunft über die Überlebenschancen und warum sich Gänsesäger in der Stadt Luzern besonders wohl fühlen. In: Luzerner Zeitung


17. Mai 2018 – Stunde der Gartenvögel: Zahlen lassen aufhorchen

Unter kundiger Führung von Dr. Urs Petermann und Toni Koller hat im Rahmen der "Stunde der Gartenvögel", eine Aktion von BirdLife Schweiz, am Sonntag, 6. Mai 2018 die Frühmorgenexkursion rund um die Museggmauer stattgefunden. Dabei konnte von den Exkursionsteilnehmenden aber nur ein kleiner Teil  der gesamtschweizerisch 35'000 beobachteten Vögel und 127 Arten gesichtet werden. Die Teilnehmer waren aber trotzdem begeistert von der gelungenen Exkursion.

Aus beinahe 1'200 Gärten und Parkanlagen wurden aus der ganzen Schweiz zu diesem Anlass Meldungen gemacht. Die Resultate zeigen, dass in naturnah gestalteten Gärten besonders viele Vögel gesichtet werden können. Allerdings werden aus den Gärten im Durchschnitt immer weniger Vögel gemeldet. Das lässt aufhorchen. Weitere Details finden sich unter folgendem Link: http://www.birdlife.ch/de/content/stunde-der-gartenvoegel-zahlen-lassen-aufhorchen


1. Mai 2018 – Auf den Spuren der Igel

Igel gesucht! Die Stadt Luzern ruft die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Viele Wildtiere leben direkt vor unserer Haustüre. Fast 100 Säugetierarten, die in der Schweiz vorkommen, besiedeln auch das Stadtgebiet. Fuchs und Eichhörnchen lassen sich leicht beobachten. Andere wie Dachs und Spitzmäuse bekommt man dagegen nur selten zu Gesicht. Um mehr Wissen über unsere Stadttiere zusammenzutragen sind alle Bewohnerinnen und Bewohner aufgerufen, die Augen offen zu halten und Beobachtungen zu Wildtieren auf der folgenden Webseite zu melden: http://luzern.stadtwildtiere.ch/   


15. April 2018 Mittelmeermöwe brütet mitten in der Stadt Luzern

In den 1960er-Jahren begann die Mittelmeermöwe, in die Schweiz einzuwandern. In den letzten Jahren ist sie auch in der Stadt Luzern vermehrt präsent und zieht hier erfolgreich ihre Jungen auf. Unser Vereinsmitglied Erwin Stutz hat kürzlich diese Dachbrut mitten in der Stadt Luzern entdeckt. 


14. März 2018 – OGL-Höck mit Wiedehopf und Wendehals

Dr. Michael Schaub, Abteilungsleiter an der Vogelwarte Sempach und Dozent an der Universität Bern, hat uns in einem interessanten Vortrag den in der Schweiz brütenden Wiedehopf und den Wendehals etwas näher gebracht. So haben 29 ornithologisch interessierte Zuhörer erfahren, dass beide Vogelarten im Wallis im gleichen Habitat leben. Dass sich der Wiedehopf dort grossmehrheitlich von Maulwurfs-grillen ernährt und sich im Winter südlich der Sahara, im westlichen Afrika aufhält. Dass der Wendehals zu der Familie der Spechte gehört und ein echter Ameisenspezialist ist. Den Winter verbringt er aber lieber in Spanien und in Marokko. Beide Vogelarten haben viele Jungen und gehören zu den Arten mit einer schnellen Demographie.  


11. März 2018 – Frühlingskonzert im Rotewald

Frühmorgens um 07:00 Uhr, bei etwas nebligen Sichtverhältnissen, haben sich 30 Teilnehmer bei der Haltestelle Ruopigen Zentrum in Littau zusammengefunden, um unter der kundigen Führung von Ursula Winklehner, auf dem Weg durch den Rotewald bis zur Kleinen Emme, dem Morgenkonzert unserer heimischen Vögelwelt zu horchen. Vom Rotmilan, Kleiber, Singdrossel bis zum Zaunkönig konnten insgesamt 30 verschiedene Vogelarten beobachtet und deren Gesängen gelauscht werden. Eine ideale Exkursion, um das Gehör für die bevorstehende Beobachtungssaison wieder neu zu schärfen. 


3. März 2018 – OGL-Generalversammlung hat im Betagtenzentrum Eichhof in Luzern stattgefunden

Mit dieser GV haben drei langjährig engagierte Persönlichkeiten, Sebastian Meyer (Präsident), Dr. Urs Petermann (Vogelschutzobmann) und Sigi Brügger (Kassier), den Vorstand verlassen. Zusammen waren sie 100 Jahre im Vorstand. Ebenfalls zurückgetreten sind die beiden Rechnungsrevisoren Silvia Birrer und Kaspar Zehnder. Der Vorstand bedankt sich ganz herzlich für deren ausserordentliche Engagements. Die beiden Rechnungsrevisoren konnten mit Elisabeth Vonbank und Renato Schwendener neu besetzt werden.